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Ratgeber

Hausbesuch beim Physiotherapeuten – was er privat kostet

Beim privaten Hausbesuch setzt sich der Preis aus der Behandlung und der Anfahrt zusammen. Viele Praxen berechnen eine gesonderte Wegepauschale – bei uns ist die Anfahrt in den Kombinationspreisen ab 144 € bereits enthalten und wird nicht zusätzlich abgerechnet.

Beim Hausbesuch zahlen Sie zwei Dinge: die Behandlung und den Weg. Wie diese beiden Posten ausgewiesen werden, unterscheidet sich von Praxis zu Praxis erheblich – und genau dort entstehen die Überraschungen auf der Rechnung.

Die zwei Bestandteile

Die Behandlung wird nach Verfahren und Dauer abgerechnet, genau wie in der Praxis. Krankengymnastik, manuelle Therapie, Lymphdrainage – jedes Verfahren hat seinen Satz.

Der Weg wird in der Regel als Wegegeld oder Wegepauschale berechnet. Manche Praxen staffeln nach Entfernung, andere nehmen einen Pauschalbetrag pro Besuch, wieder andere rechnen pro Kilometer ab. Bei mehreren Terminen pro Woche summiert sich das.

Der wichtigste Punkt beim Preisvergleich lautet deshalb: Fragen Sie, ob die Anfahrt im genannten Preis enthalten ist. Ein Angebot, das auf den ersten Blick günstiger wirkt, kann mit Wegepauschale teurer sein als ein Komplettpreis.

Wie wir abrechnen

Bei uns ist die Anfahrt in den Kombinationspreisen enthalten – ohne Zuschlag und unabhängig vom Einsatzort. Ob wir nach Leverkusen, Remscheid, Lüdenscheid oder Schalksmühle fahren, ändert am Preis nichts.

Die Kombinationen beginnen bei 144 € für 40 Minuten (Krankengymnastik Doppelbehandlung). Die vollständige Liste steht auf der Preisseite.

Warum diese Klarheit? Weil eine mobile Praxis, die pro Kilometer abrechnet, ein Eigeninteresse an kurzen Wegen hat – und Patienten am Rand des Gebiets dann als Erste keine Termine mehr bekommen. Ein Komplettpreis nimmt diesen Konflikt raus.

Wann die Versicherung den Hausbesuch übernimmt

Damit ein Hausbesuch erstattungsfähig ist, muss die ärztliche Verordnung ihn ausdrücklich vorsehen. Der Arzt begründet das medizinisch – typischerweise mit eingeschränkter Mobilität, Bettlägerigkeit, Sturzgefahr oder einem Zustand nach Operation.

Für Privatversicherte gilt: Der Erstattungsumfang steht in Ihrem Tarif. Beihilfeberechtigte reichen die Rechnung bei Beihilfe und Restkostenversicherung ein. Klären Sie den Erstattungsrahmen am besten vor der ersten Behandlung – das dauert einen Anruf.

Ohne Verordnung ist der Hausbesuch eine reine Selbstzahlerleistung. Das ist völlig legitim und für viele der schnellere Weg: kein Arzttermin vorab, keine Begrenzung der Behandlungszahl, sofortiger Start.

Wann sich der Hausbesuch wirklich rechnet

Nüchtern betrachtet ist ein Hausbesuch teurer als ein Praxistermin. Er lohnt sich, wenn mindestens einer dieser Punkte zutrifft:

  • Der Weg kostet Sie mehr als Geld. Wer nach der Fahrt erschöpft ist, verliert einen Teil des Therapieeffekts, bevor die Behandlung beginnt.
  • Sie brauchen Hilfe beim Transport. Wenn jemand Urlaub nimmt oder ein Fahrdienst bezahlt werden muss, verschiebt sich die Rechnung deutlich.
  • Es geht um Alltagsbewegungen. Treppe, Bad, Bett, Sessel – wer daran arbeiten muss, übt am sinnvollsten dort, wo diese Dinge stehen.
  • Sie wollen jetzt anfangen. Ersttermine sind bei uns meist innerhalb einer Woche möglich, nicht in acht Wochen.

Wenn keiner dieser Punkte zutrifft und Sie gut mobil sind, sagen wir Ihnen das auch. Eine Kassenpraxis um die Ecke ist dann die vernünftigere Wahl – und Sie haben eine ehrliche Antwort statt eines Termins, der niemandem hilft.

Häufige Fragen dazu.

Kommt zum Behandlungspreis eine Wegepauschale dazu?

Bei uns nicht. Die Anfahrt ist in allen Kombinationspreisen enthalten, unabhängig vom Einsatzort. Achten Sie bei Vergleichsangeboten darauf, ob die Wegepauschale separat ausgewiesen wird – sie kann den Preis deutlich verändern.

Zahlt die private Krankenversicherung den Hausbesuch?

Mit privatärztlicher Verordnung in der Regel ja. Wichtig ist, dass die Verordnung den Hausbesuch ausdrücklich vorsieht – dafür muss aus ärztlicher Sicht ein Grund vorliegen, etwa eingeschränkte Mobilität.

Geht ein Hausbesuch auch ohne Rezept?

Ja, als Selbstzahlerleistung über den sektoralen Heilpraktiker – sofern Ihnen ein Therapeut mit dieser Qualifikation zugeteilt werden kann. Ohne Verordnung entfällt allerdings die Erstattung durch die Versicherung.

Wie lange dauert ein Hausbesuch?

Wir planen pro Termin mindestens 40 Minuten reine Behandlungszeit ein, je nach Kombination auch 50 oder 65 Minuten. Die Fahrzeit geht nicht von Ihrer Behandlungszeit ab.

Frage offen geblieben? Kontaktieren Sie uns jetzt.

Sagen Sie uns kurz, worum es geht und wo Sie wohnen – wir melden uns mit einem Terminvorschlag. Ersttermine vergeben wir meist innerhalb einer Woche.

Kostenlos und unverbindlich Ersttermin meist in einer Woche
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