Ratgeber
Was kostet Lymphdrainage privat – und wer zahlt?
Der Preis einer privaten Lymphdrainage richtet sich nach der Behandlungsdauer – üblich sind 30, 45 oder 60 Minuten. Bei uns wird Lymphdrainage in Kombination mit Krankengymnastik als Hausbesuch abgerechnet, ab 155 € für 50 Minuten inklusive Anfahrt. Privatversicherte und Beihilfeberechtigte bekommen die Behandlung mit privatärztlicher Verordnung in der Regel erstattet.
Wer nach dem Preis einer Lymphdrainage sucht, bekommt selten eine klare Zahl – und das hat einen Grund: Es gibt keinen einheitlichen Preis. Er hängt an drei Dingen, und wenn man die kennt, lässt sich jedes Angebot einordnen.
Was den Preis bestimmt
Die Dauer. Manuelle Lymphdrainage wird nach Zeit abgerechnet, üblich sind 30, 45 oder 60 Minuten. Welche Dauer nötig ist, entscheidet der Behandlungsbereich: Ein Arm braucht weniger Zeit als beide Beine, ein Ganzkörperödem deutlich mehr.
Der Behandlungsort. In der Praxis liegen die Preise niedriger als beim Hausbesuch, weil keine Fahrzeit anfällt. Bei einem Hausbesuch kommt bei vielen Anbietern eine gesonderte Wegepauschale dazu – bei uns nicht, dazu unten mehr.
Der Status der Praxis. Kassenpraxen rechnen mit den gesetzlichen Krankenkassen nach festen Sätzen ab. Privatpraxen wie unsere rechnen nach der Gebührenordnung für Heilmittelerbringer. Die Sätze unterscheiden sich, und damit auch die Preise.
Was es bei uns kostet
Wir sind eine mobile Privatpraxis und behandeln ausschließlich zu Hause. Am häufigsten bezahlt werden die Kombinationen – Lymphdrainage mit 45 oder 60 Minuten ist aber auch einzeln buchbar (95 € beziehungsweise 126 €, zuzüglich Hausbesuchspauschale):
- Krankengymnastik + Manuelle Lymphdrainage, 50 Minuten – 155 €
- Krankengymnastik + Manuelle Lymphdrainage, 65 Minuten – 187 €
In beiden Preisen ist die Anfahrt enthalten. Es kommt keine Fahrtkostenpauschale dazu, unabhängig davon, ob wir nach Lüdenscheid, Remscheid oder Leverkusen fahren. Die vollständige Übersicht steht auf der Preisseite.
Der Grund für die Kombination ist fachlich: Lymphdrainage allein verschiebt Flüssigkeit, hält das Ergebnis aber schlechter. In Verbindung mit Bewegungstherapie bleibt der Effekt länger, weil die Muskelpumpe mitarbeitet.
Wie die Erstattung läuft
Privatversichert: Mit einer privatärztlichen Verordnung reichen Sie unsere Rechnung bei Ihrer Versicherung ein. Wie viel erstattet wird, hängt vom Tarif ab – viele Tarife übernehmen Heilmittel vollständig, andere mit einem prozentualen Eigenanteil oder einer jährlichen Höchstgrenze. Ein Blick in die Tarifbedingungen vor der ersten Behandlung erspart Überraschungen.
Beihilfeberechtigt: Die Beihilfe erstattet Heilmittel nach den jeweiligen Beihilfevorschriften; den Rest übernimmt üblicherweise die private Restkostenversicherung.
Selbstzahler ohne Verordnung: Lymphdrainage ohne Rezept läuft über den sektoralen Heilpraktiker – sofern Ihnen ein Therapeut mit dieser Qualifikation zugeteilt werden kann. Eine Erstattung entfällt dann, dafür gibt es keine Wartezeit auf einen Arzttermin und keine Begrenzung der Behandlungszahl.
Wann Lymphdrainage medizinisch angezeigt ist
Typische Anlässe sind Schwellungen nach Operationen – besonders nach Knie-, Hüft- oder Brustoperationen –, Lymphödeme, Lipödeme, Venenschwäche sowie Schwellungen nach Verletzungen. Nach einer Operation ist der Effekt am größten, wenn früh begonnen wird.
Nicht angewendet wird die Lymphdrainage unter anderem bei akuten Entzündungen, bei unbehandelter Herzschwäche und bei akuten Thrombosen. Ob eine dieser Situationen vorliegt, klären wir vor der ersten Behandlung.
Warum der Hausbesuch hier besonders sinnvoll ist
Nach einer Lymphdrainage soll die behandelte Region hochgelagert und möglichst nicht sofort belastet werden. Wer aus der Praxis kommt, steigt stattdessen ins Auto, läuft zum Parkplatz und sitzt eine halbe Stunde. Ein Teil des Ergebnisses geht auf dem Rückweg verloren.
Zu Hause entfällt dieser Weg. Die Beine bleiben liegen, die Kompression sitzt sofort richtig, und der Effekt hält länger. Genau deshalb ist Lymphdrainage die Behandlung, bei der sich ein Hausbesuch fachlich am deutlichsten auszahlt.
Häufige Fragen dazu.
Was kostet eine Lymphdrainage von 30 Minuten?
Der Preis hängt von der Dauer und davon ab, ob die Behandlung in der Praxis oder als Hausbesuch stattfindet. Wir behandeln ausschließlich als Hausbesuch und in Kombinationen, in denen die Anfahrt enthalten ist – die aktuelle Preisliste finden Sie auf unserer Preisseite.
Zahlt die private Krankenversicherung die Lymphdrainage?
In der Regel ja, wenn eine privatärztliche Verordnung vorliegt. Der Erstattungsumfang hängt von Ihrem Tarif ab. Wir rechnen nach der GebüTh ab (Gebührenübersicht für Therapeuten, gerundet mit dem 1,8-fachen Satz); liegt kein Rezept vor, nach der GebüH (Gebührenordnung für Heilpraktiker), sodass Sie die Rechnung direkt einreichen können.
Geht Lymphdrainage auch ohne Rezept?
Ja. Ohne Verordnung ist die Behandlung eine Selbstzahlerleistung. Die Abrechnung läuft dann über den sektoralen Heilpraktiker – möglich, sofern Ihnen ein Therapeut mit dieser Qualifikation zugeteilt werden kann. Fragen Sie kurz nach, bevor Sie einen Termin fest einplanen.
Kostet der Hausbesuch extra?
Nein. Die Anfahrt ist in unseren Kombinationspreisen bereits enthalten und wird nicht gesondert berechnet.
Manuelle Lymphdrainage als Hausbesuch
Wir behandeln ausschließlich bei Ihnen zu Hause – für Privatversicherte, Beihilfeberechtigte und Selbstzahler, auch ohne Rezept.
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